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Von der Untreue

Ich war enttäuscht, traurig, gekränkt, wütend und beleidigt.

Auf das was ich am meisten liebte...

Ich war  sauer, dass mir die Leichtigkeit, Freude und

Unbeschwertheit einfach so plötzlich genommen wurde. 

Also ging ich.

 

Es war gut. 

Ich wollte mich nicht mehr darauf einlassen, hatte genug. Ende. Aus. Punkt.

 

So suchte ich neue Wege.

 

Dies war eine Zeit lang sehr interessant. 

Aber ich blieb uninspiriert.

Leer.

Und ich langweilte mich.

 

Bis ich eine Antwort wollte.

Erklärung. Klarheit.

Aber nichts kam.

Meine Seele schwieg.

Auch sie war beleidigt.

 

Ich bewegte mich weiter.

Sehr viel.  

Meist in der Natur oder auf der Yogamatte.

Da spürte ich langsam wieder Anbindung und Zentrierung.

 

Allmählich hörte ich wieder zu, ich erkannte, ich verstand. 

Bis ich so weit war um wieder zurückzukehren.

Erweckt von der Erinnerung was mein Herz, mein tiefstes Inneres berührt und zum Fließen bringt. 

 

Zuerst zaghaft und vorsichtig, schüchtern und verwundet mit offenen Knien nach dem ordentlichen Sturz.

Aber wieder daheim angekommen. 

Zurück vom Abweg, heimwärts ins Herz. 

Dort, wo ich hingehöre.

 

Ich entschuldigte mich für meine Untreue.

Ich wurde zurückgenommen.

Und blieb. 

NC

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Kommentare: 1
  • #1

    Walter (Dienstag, 19 Juni 2018 21:15)

    Hi, wie komme ich zu der Ehre sowas zu lesen.

    Muss zugeben dieses Thema spricht mich in meiner Lebenssituation stark an

    Wie vielen hast du diese Einladung gesendet.